Der Preis

Die Volkswagen AG ist ein international tätiges Unternehmen. Allein im Werk Braunschweig arbeiten Menschen aus über 30 verschiedenen Nationen. Das kann nur mit einer Unternehmenskultur gelingen, in der ein alltäglicher respektvoller und toleranter Umgang miteinander selbstverständlich ist. Mit dem Sally-Perel-Preis wenden wir uns an Jugendliche und junge Erwachsene aus Braunschweig, Wolfenbüttel und Peine, um sie zu motivieren, zu fördern und zu unterstützen, sich für Respekt und Toleranz zu engagieren.

   
Preisträger 2015  
   

Integrierte Gesamtschule Franzsches Feld: Schüler helfen Flüchtlingskindern

Neuntklässler wollen mehr als nur anonyme Weihnachtspäckchen verschenken. Sie wollen die Situation von Flüchtlingskindern kennenlernen und gemeinsam mit ihnen etwas unternehmen.Ziel ist es, sie aus der Abgeschiedenheit in Kralenriede herausholen. Die Schüler haben sich vor Ort über die Situation der Flüchtlingskinder informiert und die Kinder zu sich in die Schule eingeladen. Auf dem Programm stehen spielen, backen, Fahrradfahren und eine Stadtbesichtigung in Braunschweig.

   

Gymnasium Neue Oberschule: Deutsch-polnisches Rechercheprojekt

Die Geschichtsklasse recherchierte zum Kriegsausbruch 1939 in Braunschweig und ?ód? und arbeitet an einer Ausstellung. Hintergrund: alle Insassen des Braunschweiger Konzentrationslagers Schillstraße kamen ursprünglich aus dem Ghetto Lódz, bevor sie zur Zwangsarbeit bei der Firma Büssing ausgewählt wurden. Neben der Ausstellung soll das interkulturelle Lernen und das Miteinander der SchülerInnen gefördert werden. Zur Recherche gehörten u.a. ein Lerntag in der Gedenkstätte Schillstraße und ein Gespräch mit Sally Perel.

   

Eintracht Braunschweig: Aktionsjahr für Toleranz, Vielfalt und Respekt

Eintracht Braunschweig (Gesamtverein und GmbH) und das Fanprojekt Braunschweig haben im Januar 2014 ein Aktionsjahr für Toleranz, Vielfalt und Respekt mit einer großen Bandbreite an Projekten gestartet, das bis zum Sommer 2015 durchgeführt wurde. Mit teilweise selbst kreierten, aber auch bestehenden Projekten und Maßnahmen in Kooperation mit etablierten Institutionen sowie mit Hilfe des Themas Fußball sollten die Teilnehmer für eine anti-diskriminierende Haltung und Orientierung sensibilisiert werden, zum Beispiel mithilfe von Kreativprojekten speziell für Kinder und Jugendliche. So sind sie in der Lage, Selbstbewusstsein zu entwickeln, eine eigene Meinung zu vertreten und im Zweifel "nein" sagen zu können.

   

IG Metall-Jugend: Gegendemo in Bad Nenndorf

In Bad Nenndorf findet einmal im Jahr einer der größten Naziaufmärsche der Region statt. Um die BürgerInnen von Bad Nenndorf zu unterstützen, wurde zur Gegenkundgebung das „Bad Nenndorf ist bunt“-Bündnis mobilisiert. Ziel ist es, sich klar gegen Rassismus aussprechen, gegen Nazis aufstehen, aber auch andere Menschen dazu zu ermutigen. Umgesetzt wurden zum Beispiel Besprechungen im Ortsjugendausschuss oder Arbeitsgruppen zum Anfertigen von Sprüchen, Transparenten und Infomaterial.

   
Preisträger 2014  
   

Realschule Georg-Eckert-Straße: Historische Schulbuchanalyse

Eine Arbeitsgemeinschaft aus sieben ZehntklässlerInnen hat sich mit dem Leben und Wirken des Sozialpädagogen und Ethnologen Georg Eckert beschäftigt und auf der Basis seiner Analyse-Methode Schulbücher aus dem dritten Reich mit Schulbüchern aus der heutigen Zeit verglichen und auf mögliche unterschwellige Ideologien überprüft. Unterstützt wurden sie u.a. von ihren Lehrerinnen und einer Auszubildenden des Georg-Eckert-Instituts.

   

Dennis Anton und Santano Schuller: Sinti und Roma - früher und heute

Die Familien von Denis und Santano sind Sinti, eine ethnische Minderheit, die vor 600 Jahren gemeinsam mit den Roma nach Europa gekommen ist. „Ebenso wie die Juden, wurden wir immer wieder als Sündenböcke und als Fremde geächtet“, sagen die beiden. Sie sind Freizeit-Rapper und möchten mit ihrer Musik auf die Geschichte der Sinti und Roma aufmerksam machen.

   

Maren Becker: Denkmal gegen Rassismus

Maren Becker hat sich mit der Frage konfrontiert, wie Menschen im Dritten Reich zu den verübten Grausamkeiten fähig sein konnten. Sie kam zu dem Schluss, dass Menschen im Leben viele Schritte machen müssen, um ihren Weg zu finden. Mit ihrem Denkmal zeigt sie den Prozess, der bei der Wahl zwischen Toleranz und Rassismus stattfindet und dass jeder die Möglichkeit hat, verschlossene Türen wieder zu öffnen.

   

IGS Volkmarode: Flashmob für Respekt und Toleranz

Einen Sonderpreis haben neun Schülerinnen der IGS Volkmarode erhalten. Sie haben einen Flashmob für Respekt und Toleranz organisieren, bei dem mittels eigens gestalteter T-Shirts und Plakate sowie kreativer Sprüche das Thema Respekt und Toleranz in die Öffentlichkeit getragen wurde. Über die sozialen Netzwerke und Mundpropaganda. Ist es ihnen gelungen, viele Menschen zu mobilisieren.